Arnold Schwarzenegger: „Bezeichne mich nicht gern als Politiker“

Seine Rückkehr ins Film-Business vergleicht der 67-Jährige in dem Interview mit dem Comeback-Versuch eines Sportlers. „Ich muss jetzt nur die richtigen Entscheidungen treffen, dann kann ich wieder nach ganz oben kommen“.

 

Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger nennt sich trotz seines lebenslangen Anrechts auf den Gouverneurs-Titel in den USA ungern  Politiker. „Leider musste ich erfahren, wie viele sogenannte Volksvertreter in erster Linie nur ihre eigenen Interessen verfolgen“, sagte Schwarzenegger in einem Interview des Magazins Playboy über seine acht Jahre (2003 bis 2011) währende Amtszeit an der Spitze des US-Bundesstaats Kalifornien. „Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich bis heute nicht gern als Politiker bezeichne, ich möchte mich klar abgrenzen von diesen Leuten.“

 

Seine Rückkehr ins Film-Business vergleicht der 67-Jährige in dem Interview mit dem Comeback-Versuch eines Sportlers. „Ich muss jetzt nur die richtigen Entscheidungen treffen, dann kann ich wieder nach ganz oben kommen“, sagte Schwarzenegger. „Genau wie ein Athlet, der zehn Jahre nicht aktiv war, muss ich meinen Weg langsam wieder finden.“

 

Sein Privatleben kommentierte der „Terminator“-Darsteller im Playboy mit den Worten: „Ich bereue vieles.“ Schwarzenegger und seine langjährige Ehefrau Maria Shriver hatten sich 2011 offiziell getrennt, nachdem bekannt geworden war, dass er einige Jahre zuvor ein Verhältnis mit der Haushälterin der Familie gehabt und mit ihr ein Kind gezeugt haben soll. „In erster Linie tut es mir sehr leid, dass ich meine Familie in eine unangenehme Situation gebracht habe. Das haben sie nicht verdient. Aber man muss irgendwann nach vorn blicken – und das tun wir nun“, so Schwarzenegger.

 

Auf ihre vier gemeinsamen Kinder seien Maria Shriver und er sehr stolz, allerdings sei deren Erziehung vor allem Sache seiner Frau gewesen, sagte der Schauspieler in dem Interview: „Da hat Maria wirklich den Löwenanteil geleistet. Sie war uneingeschränkt eine fantastische Mutter. Und ich war, unter den beruflichen Umständen, der beste Vater, der ich eben sein konnte.“

 

Arnold Schwarzeneggers neuer Film „Terminator 5 – Genisys“ startet am 9. Juli im Kino.

 

 

Playboy-Interview mit Marius Müller-Westernhagen: „Die Beatles wären heute nicht mehr möglich“

 

München. Deutschrocker Marius Müller-Westernhagen ist das gegenwärtige Musik- und Film-Business zuwider. „Alles definiert sich über wirtschaftliche Macht und Erfolg, es gibt nur noch Gewinner oder Verlierer“, sagte der 66-Jährige in einem Interview mit dem Magazin Playboy. „Wenn du früher in einem schlechten Film mitgespielt hast, galtest du trotzdem weiter als guter Schauspieler. Heute geht das ganz schnell abwärts mit dir. Auch die Beatles wären heute nicht mehr möglich, die konnten nur aus dem damaligen gesellschaftlichen Klima und der Protestkultur entstehen.“

 

Er selbst suche in der Arbeit als Musiker „das genaue Gegenteil von dem, wie berechnend und kühl heute die meiste Popmusik im Studio zusammengebaut wird“, sagte Westernhagen. „Sobald du dir überlegst, wer deine Platten kaufen könnte, arbeitest du mit Kalkül. Dann bin ich kein Künstler mehr, sondern ein Verkäufer.“

 

Er habe sich Ende der 1990er-Jahre ganz bewusst für seinen „Abschied von den Megakonzerten“ als Stadionrocker entschieden: „Ich war zu einer riesengroßen Figur geworden. Es nahm schon gefährliche Züge an. Wer da nicht alles in meinem Hintern herumkroch – da wurde es ganz schön eng. Und ich wurde zu allem befragt, eben weil ich Millionen Platten verkaufte und die Stadien füllte“, so Westernhagen. „Ich konnte selbst meinen eigenen Namen nicht mehr hören.“ Da habe er vor der Entscheidung gestanden: „Wirst du jetzt ein alternder Popstar und machst das noch so lange weiter, wie es irgendwie geht? Oder besinnst du dich darauf, dass du ein Künstler bist, der bis ans Ende seiner Tage etwas Neues lernen kann? Und das tue ich.“

 

Mit „Westernhagen Live 2015" geht Marius Müller-Westernhagen ab dem 8. Oktober auf Hallentour in Deutschland und Österreich.